Apostel 2011
Am Donnerstagabend, 1. Dezember 2011, besuchte der für Solingen-Wald zuständige Apostel Wolfgang Schug die Gemeinde. In seiner Begleitung befand sich Bischof Manfred Bruns, Bezirksältester Karl-Heinz Eicker, die Bezirksevangelisten Udo Busch und Udo Reichardt und einige Vorsteher aus dem Bezirk Velbert.
Der Apostel diente mit einem Bibelwort, welches der Stammapostel in den letzten Tagen in Brasilien verwand hat:
"Seid nüchtern und wacht; denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge." 1.Petrus 5, 8
Zu Beginn seiner Predigt stellt der Apostel die Einladung Gottes an uns, die zu jedem Gottesdienst erfolgt, in die Mitte. Wir sollten uns dieser Einladung immer bewusst sein und die Einladung auch annehmen. Denn Gott möchte uns dienen und uns helfen, in diesen Zeiten den Glaubensweg und das Glaubensziel nicht nur im Blick zu behalten, sondern auch sicher zu gehen und zu erreichen.
Im weiteren Verlauf der Predigt ging er auf die Begriffe nüchtern und wachen ein. Der Apostel riet, alles mit einem nüchternen und klaren Blick zu betrachten und zu bewerten. Dieser Blick richtet sich dabei zum einen auf das Evangelium Jesus Christus und zum anderen auf das zeitgemäße, durch den Heiligen Geist inspiriete Wort. Dadurch erhält man die notwendige Sicherheit, auf dem Weg zum Glaubensziel, dem wiederkommenden Jesus Christus. Gott schenkt für diesen Weg Orientierung und Segen, Mut und Freude. Dieser Weg ist "schmal", und dennoch breit genug, um genügend Abstand zu eventuellen Gefahren des Glaubens zu halten.
Die Wachsamkeit bezog der Apostel im Besonderen auf den im Textwort erwähnten Teufel. Der Teufel läuft nicht immer wie ein brüllender Löwe umher, den man gut erkennen kann. Sein Ziel ist es, den Christen vom Evangelium und der adventliche Erwartung des Sohnes Gottes zu entfernen, ja zu trennen. Manchmal ist er viel filigraner unterwegs, er schleicht sich an und wird deshalb nicht immer erkannt. Daher soll man wachsam sein, um ihn auch dann zu erkennen, wenn er sich verstellt.
Zum Abschluss seiner Predigt erwähnte der Apostel nochmals unser Glaubensziel und das die Nüchternheit und Wachsamkeit notwendig ist und sich lohnt, um zu unserem Seelenbräutigam zu kommen.
Bischof Bruns und Bezirksältester Eicker vertieften in ihrem Predigtbeitrag die Ausführungen des Apostels.
Mit folgenden Ausführungen seiner Predigt leitete der Apostel auf die Sündenvergebung und die Feier des Heiligen Abendmahles ein:
Der Begriff Widersacher ( Teufel ) im griechischem Urtext als ‚diabolos‘ benannt, bedeutet in der Übersetzung ‚durcheinander‘. Das möchte er bei den Menschen durch die Sünde (Abwendung vom Göttlichen) erreichen. Es gelingt ihm "hin und wieder" und deshalb sei es wichtig, sich selbst als Sünder zu erkennen und vor Gott zu bekennen um dann in voller Wachsamkeit, die erlösende Kraft ( Heil ) aus dem Opfer Jesu zu empfangen, die das Verhältnis Mensch zu Gott wieder in Ordnung bringt.
Nach der Sündenvergebung wurde einem Kind vom Apostel die Gabe des heiligen Geistes gespendet.
Dem Abendmahl schloss sich die Inruhesetzung des Priesters Helmut Vis an.
Der Apostel dankte dem Priester für seine 41-jährige Tätigkeit im Werke des Herrn, die er in tiefer Liebe ausgeführt hat. Er dankte auch seiner Ehefrau und seinen Kindern für die Unterstützung. Priester Vis war 27 Jahre Priester, viele Jahre Jungendleiter, Religionslehrer und Baubeauftragter.
Im Anschluss wurde noch ein, nach Leverkusen-Opladen zugezogener Diakon, in "seiner" neuen Gemeinde vom Apostel bestätigt.
Nach dem Schlussgebet hatte die Gemeinde die Möglichkeit, sich vom Apostel, Bischof und dem Priester Vis i.R. zu verabschieden.
Text: Jürgen Eickhoff/Piere Rinkewitz
Fotos: Piere Rinkewitz
