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Konfirmation 2011

Integrative Konfirmation

Geschmückter Altar

Unter dieser Überschrift fand am 17. April 2011 in der Gemeinde Solingen-Wald die diesjährige Konfirmation statt. Zu diesem besonderen Ereignis ist der zuständige Bischof Manfred Bruns in die Gemeinde gekommen. Er diente mit dem Wort aus Psalm 25,12: "Wer ist der Mann, der den HERRN fürchtet? Er wird ihm den Weg weisen, den er wählen soll."

Nach der Bibellesung zum Palmsonntag aus Markus 11, 1-11 begrüßte der Bischof die beiden Konfirmanden Sophie Maxime Nowak und Florian Wiederhake, die Eltern, Verwandten und die anwesende Gemeinde zu diesem besonderen Fest, zu der integrativen Konfirmation.

Palmsonntag

Die Gemeinde

Der Bischof ging zu Beginn seiner Predigt auf den Palmsonntag, einem christilichen Hochfest ein. Jesus Christus hatte einen triumphalen Einzug in Jerusalem. Danken und Loben sollte man an einem jedem Sonntag im Hause des Herrn. Allerdings gab es Palmsonntag auch ein großes Missverständnis: Nicht alle haben den Einzug nach Jerusalem recht verstanden. Die Jünger wussten es, die anderen, die ihn begleiteten vielleicht auch, die große Mehrheit aber wohl nicht. Denn Tage später riefen sie: Kreuziget ihn.

Daraus ergibt sich für uns die Frage: Verstehen wir den Herrn immer recht. Akzeptieren wir immer den Willen Gottes? Lassen wir uns immer den Weg zeigen? Er weiß den richtigen Weg! Er zeigt uns den Weg in die Zukunft und hilft uns dabei. Wir wollen uns selbst prüfen und uns an ihm ausrichten.

Wir sind stolz, dass wir euch haben!

Sophie Maxime Nowak und Florian Wiederhake

Der Bischof sprach die Konfirmanden nun direkt an: "Wir sind stolz auf euch! Wir sind stolz, dass wir euch haben!" Er ging dabei auch auf den schwer behinderten Florian ein und sagte, dass wir nicht einschätzen können, was er von dem heutigen Tag aufnimmt und versteht, aber seine Seele wird es fühlen, dass wir stolz sind, ihn zu haben.

Wer in der Gottesfurcht steht, wird Wegweisung bekommen, der wird den Weg erkennen. Das ist der Weg, der in die himmlische Heimat führt. Gottesfurcht bedeutet: Aus Liebe sich davor fürchten, Gott zu enttäuschen, nicht aus Furcht Gott lieben.

Gottesfurcht heißt auch, dass man ehrfürchtig vor Gott steht, dass man ihn in seiner Majestät, in seiner Allmacht und Allwissenheit akzeptiert. Der Bischof führte als Negativbeispiel den Turmbau zu Babel an. Ein positives Beispiel ist Daniel, der trotz Verbot immer zu Gott betete. Er hielt an dem Willen Gottes fest, und erfüllte nicht den Willen des Königs.

Wegweisung

Bischof Manfred Bruns

Was bedeutet das nun für euch als Konfirmanden? Macht euch immer bewusst, dass wir immer in Gottes Hand sind und von ihm abhängig sind. Wenn man alles mit dem Herrn beginnt, nach seinem Willen fragt und seine Wegweisung annimmt, dann ist das ein gottesfürchtiges Leben. Haltet die Verbindung zu Gott im Gebet und im Gottesdienst.

"Sophie, Du kannst das nun für dich selbst entscheiden. Das ist bei Florian so nicht möglich. Du brauchst weiterhin deine Eltern, die für dich sorgen, die mit dir Beten und wo es möglich ist, mit dir den Gottesdienst besuchen. Das wird dazu führen, dass Gott den Weg weiß und dass seine Güte, sein Segen und seine Hilfe im Besonderen bei euch ist."

Den Bischof ins Herz nehmen

Vorsteher Jürgen Eickhoff

Vorsteher Jürgen Eickhoff in einer Zugabe:
Es ist etwas Besonderes, dass der Bischof zu einer Konfirmation in die Gemeinde kommt, deswegen können wir uns freuen. Mein Wunsch an euch ist, dass ihr den Bischof in euer Herz nimmt.

Wenn man würdig werden will, hat man keine andere Wahl, als sich unter Gott zu stellen und seine Größe anzubeten. Dann fragt man auch nach dem Willen Gottes. Man findet ihn zum Beispiel in den Gottesdiensten und auch beim Lesen in der Schrift. Und wenn ihr Fragen habt, sind auch die Segensträger für euch da.

Mitten in der Gemeinde

Nach der Sündenvergebung wurde es nun für die Konfirmanden ernst. Nach dem Vorlesen des Briefes des Stammapostels bat der Bischof die Konfirmanden vor den Altar. Nach dem einleitenden Chorlied "Der Heiland sorgt für dich" sagte der Bischof:

Liebe Sophie Maxime, lieber Florian, jetzt steht ihr im Mittelpunkt des Geschehens, mitten in der Gemeinde. Wir erleben heute eine integrative Konfirmation. Beide seit ihr nun vor dem Altar Gottes gekommen. Es soll ein Zeichen sein, einmal auch für euch als Eltern, das Florian sich voll integriert fühlen soll in der Gemeinde, dass wir alle zusammenstehen.

Kirche bemüht sich, Integration zu leben

Wenn wir uns vorstellen, dass wir uns als Kirche uns bemühen, Integration zu leben, wie viel mehr mag das am Thron Gottes sein. Wie viel mag die Liebe Gottes und die seines Sohnes integrieren.

Wir würden jetzt gerne wissen, wie es in eurer Seele aussieht, aber wir können euch ja nur in die Augen schauen. Was Florian in diesem Moment empfindet, wer mag es beurteilen, die Eltern wohl noch am besten.

Sophie, du wirst jetzt gleich das Gelübde aufsagen, sie als Mutter werden ihrem Sohn ihre Stimme leihen. Florians Seele, seine Persönlichkeit und sein Leben wird sich in der Nähe Gottes wohlfühlen.

Das Konfirmationsgelübde ist ein altes Taufgelübde

Die Konfirmation ist ein Eintreten in das Treue- und auch Taufversprechen, was die Eltern gegeben haben, als ihr klein ward. Das Konfirmationsgelübde ist ein altes Taufgelübde, was wir in unserer Kirche traditionell kennen.

Bei Florian wird es nun nicht so sein, er kann es nicht aufsagen. Ihr als Eltern werdet nach wie vor in der Verantwortung bleiben. Florian wird es aber in der Seele beglückend empfinden, dass ihr als Eltern alles für ihn regelt.

Der Segen Gottes macht euch reich!

Zu diesem besonderen Festtag, zu dieser integrativen Konfirmation, darf ich noch ein Wort von unserem Bezirksapostel für euch beide vorlesen.
Jesaja 43,1: "Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!"

Gott wird euch begleiten auf eurem weiteren Weg, er wird auch dich, Florian, in deiner Krankheit begleiten, damit ihr euch auf das ewige Leben bei Gott vorbereiten könnt. Der Segen Gottes macht euch reich!

Übergabe der Konfirmationsurkunde

Nach Gelübde, Gebet und Segen übergab der Bischof die Konfirmationsurkunde und gratulierte den Konfirmanden. Nach einem Instrumentalstück für die Konfirmanden fand das heilige Abendmahl statt. Mit Gebet wurde der Gottesdienst beendet.

Nach dem Gottesdienst hatte dann die Gemeinde die Möglichkeit, den Konfirmanden und auch deren Eltern zu gratulieren.

Sophie Maxime Nowak und Florian Wiederhake

Die Konfirmanden mit Eltern und Bischof

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